In der alten Zeit war es bei den polytheistischen (heidnischen) Großzivilisationen üblich, dass ihr höchster Gott Söhne zeugte, die mit ihm regierten. Diese Gottessöhne waren entweder Götter oder Könige. Z.B. der größte Gott der Sumerer und Babylonier, Enlil (später mit Marduk verschmolzen), galt als Stammvater und König der Götter. Der Sonnengott Ra oder Re der alten Ägypter war der Stammvater aller Pharaonen. Der Gott der Griechen, Zeus bzw. Jupiter bei den alten Römern, hat angeblich göttliche Söhne gezeugt, die an seiner Herrschaft teilhatten, und galt auch als der Vater der Könige.
Der Baal-Kult der Phönizier und der Isis-Kult bzw. Horus-Kult der alten Ägypter hatten eine göttliche Trinität: Vater, Mutter und Sohn. Eine andere ägyptische Variante war die Trinität bestehend aus Gott-Vater Osiris, dem Sohn Horus und dem Heiligen Geist Ra.
Die Sumerer, die Babylonier, die Phönizier, die alten Ägypter, die Griechen und die Römer haben an viele Götter geglaubt (Polytheisten) und hatten auch jeweils eine Trinität. Dieses alte Gedankengut ist in das paulinische Christentum eingeflossen, z.B. der Glaube an einen sterbenden und auferstandenen Sohn Gottes, der die Sünden der Menschen auf sich nimmt, und der Glaube an die Trinität.
Die alten Religionen, deren Glaubensfundament ein sterbender und am dritten Tag auferstehender Sohn Gottes ist, der die Sünden der Menschen auf sich nimmt, sind verschiedene Varianten des Sonnenkultes. Jede hat ihren eigenen Sohn Gottes, wie Tammuz, Horus, Mithras, Attis, Dionysos und andere.
Die erwähnten alten polytheistischen (heidnischen) Religionen haben alle einige Merkmale gemeinsam. Sie haben einen höchsten Gott, der oft als Weltschöpfer gilt, und neben ihm zahlreiche erfundene Götter, mindestens zwei (Trinitätsglaube), die seine Macht teilen. Diese Götter waren entweder Menschen, die man wegen besonderer Leistungen als Götter bezeichnet hat, oder sie sind personifizierte Teile der Natur, wie Sonne, Mond, Planeten, Sterne usw. Oft hat man sie von den Nachbarvölkern übernommen. Sie wurden als selbstständige Götter angebetet und manchmal auch als Mittler zwischen den Menschen und dem großen Gott angesehen.
Der Glaube an den einzigen wahren Gott, der das Weltall ohne Partner schuf und allein lenkt, der darüber hinaus unsichtbar und gleichzeitig überall anwesend ist, ist für viele Menschen zu abstrakt. Sie möchten lieber Gottheiten haben, die ihnen greifbar nahe sind, die sie sehen können. Sie errichten ihnen Statuen und Götzenbilder, vor denen sie beten und Opfergaben bringen, mit dem Ziel, die Götter zu besänftigen, damit sie Unheil von ihnen abwenden, oder um sie gnädig zu stimmen und Hilfe von ihnen zu bekommen. Manche Kulte verlangten sogar Menschenopfer für ihre Götter.
Jedes Mal, wenn ein neuer Prophet für ein Volk erschien und es zum Glauben an den einzigen, allmächtigen und barmherzigen Gott aufrief, solche Propheten waren z.B. Noah, Lot, Jonas, Schuaeb und Salih (F.m.i.), wurde seine Lehre einige Zeit später wieder vergessen. Und die Menschen begannen, zusätzlich andere Götter, Göttinnen oder Gottessöhne zu verehren und betrachteten den wahren Gott als den größten Gott ihrer Götterwelt. So kehrten sie zu ihrem gewohnten Polytheismus (Heidentum) zurück, weil dieser eher ihren Neigungen entsprach.
Zum Beispiel hatten die heidnischen Araber von Mekka in der vorislamischen Zeit den wahren Gott Elohim der Israeliten in ihr Pantheon aufgenommen und verehrten Ihn als ihren größten Gott. Sie nannten Ihn Allahem. Und ihr Gott Hubal war eine Personifizierung des Planeten Saturn. 1
Die alten Araber, die Chaldäer und andere orientalische Völker waren Sonnenanbeter, ihre Magier feierten die Geburt der Sonne am 25. Dezember. Sie stiegen früh am Morgen auf einen hohen Berg und begrüßten ihren Sonnengott, bevor die Sonne aufging, sie warteten ehrfürchtig, das Gesicht nach Osten gewandt, auf die Geburt der Sonne und begrüßten ihre ersten Strahlen mit Weihrauch und Gebeten. 2, 3 Dieser Glaube hat sich auf der ganzen Welt verbreitet. Zahlreiche Ähnlichkeiten in den Religionen zeugen davon, zum Beispiel die Symbole der Sonne auf den Ruinen alter heidnischer Tempel. Der Ethnologe Thor Heyerdahl hat z.B. im Jemen das Sonnengott-Symbol als Dekoration an Hauswänden gefunden, das gleiche Symbol fand er auch auf den Südseeinseln.
Man muss auch in Betracht ziehen, dass es bei den polytheistischen (heidnischen) Zivilisationen immer eine Minderheit von Menschen gab, die an den Einzigen Gott glaubten.
Die Könige und Priester gehören zu der am höchsten gebildeten Schicht der Bevölkerung, sie arbeiten eng zusammen und profitieren viel vom Polytheismus. Die Könige behaupten, dass sie göttlicher Abstammung seien, um ihr Volk gefügig zu machen und ihre Macht zu legitimieren und zu festigen. Die Priester ihrerseits behaupten, dass sie Mittler zwischen dem Volk und den Göttern seien. Sie machen den Menschen Angst, indem sie ihnen mit dem Zorn der Götter drohen, wenn sie keine oder zu wenig Opfergaben darbringen.
So wird die Religion von den Königen zur Erhaltung ihrer Macht missbraucht und von den Priestern als Mittel benutzt, um sich auf Kosten des Volkes zu bereichern
Literatur
1 Thomas William Doane, Bible Myths and Their Parallels in Other Religions (1882), 4th Edition, p. 393, The Truth Seeker Company.
2 Ebenda, p, 480 (enthält weitere Literaturquellen).
3 See Depuis, The origin of all Religious Worship, translated from the French of Mons depuis, New Orleans (1878), p. 234, G. Higgins, Anacalypsis Anquiry into the Origin of Languages, Nations and Religions, p.p. 96; 97.
Der Baal-Kult der Phönizier und der Isis-Kult bzw. Horus-Kult der alten Ägypter hatten eine göttliche Trinität: Vater, Mutter und Sohn. Eine andere ägyptische Variante war die Trinität bestehend aus Gott-Vater Osiris, dem Sohn Horus und dem Heiligen Geist Ra.
Die Sumerer, die Babylonier, die Phönizier, die alten Ägypter, die Griechen und die Römer haben an viele Götter geglaubt (Polytheisten) und hatten auch jeweils eine Trinität. Dieses alte Gedankengut ist in das paulinische Christentum eingeflossen, z.B. der Glaube an einen sterbenden und auferstandenen Sohn Gottes, der die Sünden der Menschen auf sich nimmt, und der Glaube an die Trinität.
Die alten Religionen, deren Glaubensfundament ein sterbender und am dritten Tag auferstehender Sohn Gottes ist, der die Sünden der Menschen auf sich nimmt, sind verschiedene Varianten des Sonnenkultes. Jede hat ihren eigenen Sohn Gottes, wie Tammuz, Horus, Mithras, Attis, Dionysos und andere.
Die erwähnten alten polytheistischen (heidnischen) Religionen haben alle einige Merkmale gemeinsam. Sie haben einen höchsten Gott, der oft als Weltschöpfer gilt, und neben ihm zahlreiche erfundene Götter, mindestens zwei (Trinitätsglaube), die seine Macht teilen. Diese Götter waren entweder Menschen, die man wegen besonderer Leistungen als Götter bezeichnet hat, oder sie sind personifizierte Teile der Natur, wie Sonne, Mond, Planeten, Sterne usw. Oft hat man sie von den Nachbarvölkern übernommen. Sie wurden als selbstständige Götter angebetet und manchmal auch als Mittler zwischen den Menschen und dem großen Gott angesehen.
Der Glaube an den einzigen wahren Gott, der das Weltall ohne Partner schuf und allein lenkt, der darüber hinaus unsichtbar und gleichzeitig überall anwesend ist, ist für viele Menschen zu abstrakt. Sie möchten lieber Gottheiten haben, die ihnen greifbar nahe sind, die sie sehen können. Sie errichten ihnen Statuen und Götzenbilder, vor denen sie beten und Opfergaben bringen, mit dem Ziel, die Götter zu besänftigen, damit sie Unheil von ihnen abwenden, oder um sie gnädig zu stimmen und Hilfe von ihnen zu bekommen. Manche Kulte verlangten sogar Menschenopfer für ihre Götter.
Jedes Mal, wenn ein neuer Prophet für ein Volk erschien und es zum Glauben an den einzigen, allmächtigen und barmherzigen Gott aufrief, solche Propheten waren z.B. Noah, Lot, Jonas, Schuaeb und Salih (F.m.i.), wurde seine Lehre einige Zeit später wieder vergessen. Und die Menschen begannen, zusätzlich andere Götter, Göttinnen oder Gottessöhne zu verehren und betrachteten den wahren Gott als den größten Gott ihrer Götterwelt. So kehrten sie zu ihrem gewohnten Polytheismus (Heidentum) zurück, weil dieser eher ihren Neigungen entsprach.
Zum Beispiel hatten die heidnischen Araber von Mekka in der vorislamischen Zeit den wahren Gott Elohim der Israeliten in ihr Pantheon aufgenommen und verehrten Ihn als ihren größten Gott. Sie nannten Ihn Allahem. Und ihr Gott Hubal war eine Personifizierung des Planeten Saturn. 1
Die alten Araber, die Chaldäer und andere orientalische Völker waren Sonnenanbeter, ihre Magier feierten die Geburt der Sonne am 25. Dezember. Sie stiegen früh am Morgen auf einen hohen Berg und begrüßten ihren Sonnengott, bevor die Sonne aufging, sie warteten ehrfürchtig, das Gesicht nach Osten gewandt, auf die Geburt der Sonne und begrüßten ihre ersten Strahlen mit Weihrauch und Gebeten. 2, 3 Dieser Glaube hat sich auf der ganzen Welt verbreitet. Zahlreiche Ähnlichkeiten in den Religionen zeugen davon, zum Beispiel die Symbole der Sonne auf den Ruinen alter heidnischer Tempel. Der Ethnologe Thor Heyerdahl hat z.B. im Jemen das Sonnengott-Symbol als Dekoration an Hauswänden gefunden, das gleiche Symbol fand er auch auf den Südseeinseln.
Man muss auch in Betracht ziehen, dass es bei den polytheistischen (heidnischen) Zivilisationen immer eine Minderheit von Menschen gab, die an den Einzigen Gott glaubten.
Die Könige und Priester gehören zu der am höchsten gebildeten Schicht der Bevölkerung, sie arbeiten eng zusammen und profitieren viel vom Polytheismus. Die Könige behaupten, dass sie göttlicher Abstammung seien, um ihr Volk gefügig zu machen und ihre Macht zu legitimieren und zu festigen. Die Priester ihrerseits behaupten, dass sie Mittler zwischen dem Volk und den Göttern seien. Sie machen den Menschen Angst, indem sie ihnen mit dem Zorn der Götter drohen, wenn sie keine oder zu wenig Opfergaben darbringen.
So wird die Religion von den Königen zur Erhaltung ihrer Macht missbraucht und von den Priestern als Mittel benutzt, um sich auf Kosten des Volkes zu bereichern
Literatur
1 Thomas William Doane, Bible Myths and Their Parallels in Other Religions (1882), 4th Edition, p. 393, The Truth Seeker Company.
2 Ebenda, p, 480 (enthält weitere Literaturquellen).
3 See Depuis, The origin of all Religious Worship, translated from the French of Mons depuis, New Orleans (1878), p. 234, G. Higgins, Anacalypsis Anquiry into the Origin of Languages, Nations and Religions, p.p. 96; 97.